Gemeinschaftspraxis
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Trauma
Ein Trauma (griechische Übersetzung: Wunde/Verletzung) ist immer ein Ereignis, welches zu schnell und zu viel für das Nervensystem des betroffenen Menschen ist. Es übersteigt seine normalen Verarbeitungskapazitäten. Sprich: das was passiert, durchbricht die Grenzen des Betroffenen und ist für ihn nicht integrierbar.


Mögliche Beispiele:

8536329094573dd87a811be_0_web.png Vor- und nachgeburtliche Traumatisierungen wie, starker Stress der Mutter während der Schwangerschaft, Verlust des Zwillings im Mutterleib, eine schwierige Geburt, Brutkasten oder lange Trennung von der Mutter nach der Geburt/Krankenhausaufenthalte
8536329094573dd87a811be_0_web.png Emotionale Traumata, wie starke Vernachlässigung, mangelnde Liebe, körperliche und seelische Misshandlungen oder die Trennung der Eltern
8536329094573dd87a811be_0_web.png Sexuelle Übergriffe, Missbrauch oder Vergewaltigung
8536329094573dd87a811be_0_web.png Schwere Krankheiten
8536329094573dd87a811be_0_web.png Nahtoderfahrungen
8536329094573dd87a811be_0_web.png Unfälle
8536329094573dd87a811be_0_web.png Operationen und Narkosen
8536329094573dd87a811be_0_web.png Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunami
8536329094573dd87a811be_0_web.png Krieg, Folter und Entführung


Wichtig:

Es müssen nicht immer die „großen“ Ereignisse in einem Leben sein, die traumatisieren, es kann auch der kleine Fahrradsturz des 9-jährigen Kindes sein, der traumatisiert, weil er zu schnell und nicht vorhersehbar war, weil die Wunde blutet und keine erwachsene Bezugsperson da ist, die tröstet. D.h. auch scheinbar „banale“ Dinge können traumatisieren. Wohingegen nicht jeder Unfall, nicht jede OP zu einem Trauma führen muss. Ob aus einem Ereignis ein Trauma wird, hängt immer auch von der eigenen Resilienz (Widerstandskraft) ab.


Nicht jedes Trauma ist erinnerbar,
häufig hat ein Mensch einfach Symptome:


8536329094573dd87a811be_0_web.png Depressionen
8536329094573dd87a811be_0_web.png Burnout
8536329094573dd87a811be_0_web.png Angst, Panik und Phobien
8536329094573dd87a811be_0_web.png Psychosomatischen Erkrankungen, wie Schlafstörungen, Migräne, ständige Kopf- und Rückenschmerzen
8536329094573dd87a811be_0_web.png permanente Anspannung und Alarmbereitschaft
8536329094573dd87a811be_0_web.png erhöhte Reizbarkeit und/oder Wutanfälle
8536329094573dd87a811be_0_web.png Vermeidung bestimmter Situationen
8536329094573dd87a811be_0_web.png Albträume und/oder Flashbacks (wiederkehrende Erinnerungsfetzen)
8536329094573dd87a811be_0_web.png Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
8536329094573dd87a811be_0_web.png Amnesien – fehlende Erinnerungen, z.B. an wichtige Teile der Kindheit
8536329094573dd87a811be_0_web.png Das Gefühl von Entfremdung gegenüber sich und der Welt
8536329094573dd87a811be_0_web.png Unfähigkeit stabile Beziehungen einzugehen
8536329094573dd87a811be_0_web.png Suchtproblematik
8536329094573dd87a811be_0_web.png Lebens- und Sinnkrisen

Die genannten Symptome sind unvollständiger Natur. Trauma kann alles und jedes Symptom verursachen. Es kann sich auch einfach darin zeigen, dass das Leben, z.B. beruflich, nicht gelingt, egal, wie sehr man sich müht.
Ein Trauma ist immer im Nervensystem gebunden, deshalb setze ich hier an und deshalb helfen normale Gesprächspsychotherapien bei Trauma so oft nicht weiter.


Was ist nun Somatic Experiencing (SE)?


Somatic Experiencing® ist ein körperorientiertes Traumatherapieverfahren. Es wurde von dem amerikanischen Biophysiker und Psychologen
Dr. Peter Levine begründet:

„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Durch einschneidende Ereignisse hat es seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurück zu finden.“

Mehr dazu auf der öffentlichen Seite des
SE-Verbandes/Deutschland,
siehe auch www.somatic-experiencing.de.

Letztendlich werden Sie durch unsere gemeinsame therapeutische Arbeit zu dem Menschen, der Sie wirklich sind – unabhängig von Trauma. Sie finden zu Ihrer Essenz.


Was ist EMDR?

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing – zu deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen - wurde ursprünglich von Dr. Francine Shapiro, einer US-amerikanischen Psychologin und Verhaltenstherapeutin entwickelt. EMDR wurde offiziell von der WHO als wirksames Traumatherapieverfahren zur Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen anerkannt. Seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich mehrfach bewiesen.

EMDR arbeitet mittels der bilateralen Stimulation beider Gehirnhälften, durch bestimmte Augenbewegungen oder taktile oder akustische Reize. Durch die bilaterale Stimulation kommt es zu einer Neuverarbeitung von belastenden traumatischen Material und zu einer Reintegration. Ziel ist es das belastende traumatische Geschehen so zu verarbeiten, dass es im Gehirn dauerhaft abgelegt werden kann. So können traumabedingte Symptome, wie Flashbacks, Ängste, Übererregtheit, Schlafstörungen, missliche Körperempfindungen e.t.c. verschwinden.

EMDR wurde ehemals für Monotraumen (ein einzelnes Trauma), wie ein Unfall, eine Vergewaltigung, die Nachricht vom Tod eines Angehörigen oder die Diagnostizierung einer schweren Krankheit e.t.c entwickelt. Darüber hinaus eignet es sich besonders gut bei Tinnitus und Phobien, wie Zahnarztangst. Dafür wende ich es auch an!
Komplexe Traumatisierungen (mehrere Traumatisierungen, insbesondere in Kombination mit Bindungstraumen/frühen kindlichen Traumatisierungen) behandle ich eher
mit Somatic Experiencing.








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